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Haemophilus influenzae Typ b (HIB)
 

Erreger:
Haemophilus influenzae Typ b

Übertragung:
Tröpfcheninfektion, durch engen Kontakt.
Das Infektions-Risiko sinkt mit dem Alter, da das kindliche Immunsystem reift. Im Alter von sechs Jahren besitzen 95 Prozent der Kinder eigene Antikörper gegen das Hib-Bakterium, auch eventuell ohne schwer erkrankt zu sein

Inkubationszeit: 
3-5 Tage

Symptome:
Meist mit hohem Fieber, nicht selten geht ein banaler Atemwegs-Infekt voraus.

Komplikationen:
Wenn das Hib-Bakterium vom Rachen aus in die Blutbahn eindringt, kann es die unbehandelt manchmal tödlich verlaufende Meningitis (Hirnhaut-Entzündung) auslösen. Selbst bei frühzeitiger Behandlung durch Antibiotika liegt die Sterberate bei Hirnhaut-Entzündung bei fünf bis zehn Prozent.
Oft bleiben Dauerschäden zurück. Fast alle Erkrankungsfälle betreffen Kinder unter fünf Jahren. Auf das Konto des Hib-Bakteriums ging vor der Verfügbarkeit der Impfung jede zweite bakterielle Hirnhaut-Entzündung im Kleinkindalter zurück.

Außerdem Gefahr einer Kehldeckelentzündung. Auch Lungenentzündung, Knochenmarksentzündung u.a. möglich.

Impfschutz:
Zunächst sind Säuglinge noch durch die mütterlichen Leih-Antikörper geschützt. Sie verlieren diesen Schutz jedoch in den ersten Lebensmonaten und sind dann besonders gefährdet. Deshalb ist es wichtig, früh zu impfen mit einem Impfstoff, der schnell schützt.

  • Grundimmunisierung:
    Bei Diphtherie-Tetanus-Pertussis-Polio-HIB-Kombination: Ab dem Alter von zwei Monaten drei Impfungen im Abstand von mindestens vier Wochen. Die vierte Impfung wird ab Beginn des 12. Lebensmonats gegeben.
  • Auffrischimpfung:
    Nicht vorgesehen.

Im Erwachsenenalter ist eine HIB-Impfung zu empfehlen bei Patienten, die unter Immunsuppression stehen oder keine (funktionsfähige) Milz mehr haben.

Mögliche Impfreationen:
Örtliche Reaktionen, leichtes Fieber.

Schutzrate:
Über 90 Prozent.

Schutzdauer:
Nach Abschluss der Grundimmunisierung einige Jahre.