Wie sicher verhütet die Hormonspirale?
Die Hormonspirale ist eine der sichersten Methoden der Empfängnisverhütung, genauso sicher wie die Sterilisation und die Pille (wenn sie regelmäßig eingenommen wird). Umfangreiche Studien haben gezeigt, dass von 1.000 Frauen, die die Hormonspirale ein Jahr anwenden, nur 12 schwanger werden.
Für welche Frauen ist die Hormonspirale empfehlenswert?
Die Hormonspirale eignet sich besonders für Sie, wenn Sie
über längere Zeit sicher und bequem verhüten wollen
nach einer Schwangerschaft vorerst kein weiteres Kind planen
Ihre Familienplanung abgeschlossen haben.
Was passiert, wenn ich meine Meinung ändere?
Sie können die Hormonspirale zu jeder Zeit entfernen lassen. Falls Sie nicht beabsichtigen, die Hormonspirale durch eine neue ersetzen zu lassen, sollten Sie 5 Tage vor dem Entfernen andere Verhütungsmethoden (z.B. Kondom) anwenden. Ungeschützter Geschlechtsverkehr während dieser Zeit könnte sonst nach dem Entfernen zu einer Schwangerschaft führen.
Wann wird die Hormonspirale eingelegt?
Die Hormonspirale wird während der Monatsblutung einlegt, weil dann der Gebärmutterhals am weitesten ist, was das Einlegen erleichtert.
Nach einer Geburt muss die Rückbildung der Gebärmutter abgewartet werden, was erfahrungsgemäß ca. 68 Wochen dauert.
Wie wird die Hormonspirale eingelegt?
Zuerst werden Sie gynäkologisch untersucht, um abzuklären, ob aus medizinischer Sicht eine Einlage möglich ist.
Mit Hilfe eines dünnen Röhrchens wird die Hormonspirale durch die Scheide in die Gebärmutter eingeführt. Wird das Röhrchen herausgezogen, entfalten sich die Arme der Hormonspirale und sichern so eine stabile Position in der Gebärmutter. Schließlich werden die Rückholfäden auf eine passende Länge gekürzt. Dies geschieht meist ambulant ohne Narkose.
Wie schnell wirkt die Hormonspirale?
Sofort, der Empfängnisschutz besteht unmittelbar nach der Einlage.
Ist das Einlegen schmerzhaft?
Beim Einlegen kann ein vorübergehendes leichtes Ziehen, wie bei einer Monatsblutung, auftreten. Sind Sie leicht schmerzempfindlich, sprechen Sie uns auf eine vorbeugende schmerzstillende Behandlung oder lokale Betäubung an. Unmittelbar nach dem Einlegen können menstruationsähnliche Beschwerden auftreten. Diese klingen erfahrungsgemäß nach kurzer Zeit wieder ab.
Wie oft muss die Lage der Hormonspirale kontrolliert werden?
Die Lage der Hormonspirale sollte unmittelbar nach der Einlage, nach der ersten Monatsblutung und danach alle 612 Monate durch Ultraschall kontrolliert werden.
Bin ich schwanger, wenn die Blutung ausbleibt?
Die Hormonspirale hat eine sehr hohe empfängnisverhütende Wirkung, vergleichbar mit der Pille und der Sterilisation. Nur wenn bei Blutungsfreiheit zusätzliche Anzeichen für eine Schwangerschaft auftreten, wie z. B. Übelkeit und Brustspannen, sollten Sie umgehend Ihre Frauenärztin/Ihren Frauenarzt aufsuchen.
Sie können sicherheitshalber einen Schwangerschaftstest bei uns durchführen lassen, brauchen diesen aber nicht zu wiederholen, wenn Sie weiter blutungsfrei sind.
Durch die Wirkung der Hormonspirale auf die Gebärmutterschleimhaut wird diese im monatlichen Zyklus weniger als üblich aufgebaut. Die Monatsblutungen werden dadurch im Laufe der Anwendung kürzer und schwächer. Ein Fünftel der Anwenderinnen ist nach einem Jahr blutungsfrei.
Was tun, wenn ich schwanger werden möchte?
Die Hormonspirale kann jederzeit leicht wieder entfernt werden. Die Möglichkeit, schwanger zu werden, besteht schon beim nächsten Eisprung, also bereits innerhalb des ersten Monats nach der Entfernung der Hormonspirale.
Da alle Veränderungen im Körper innerhalb kürzester Zeit vollständig reversibel sind, verläuft die Schwangerschaft so, als wäre zuvor keine Hormonspirale angewendet worden.
Wird mein Partner die Fäden spüren?
Die Rückholfäden der Hormonspirale wird Ihr Partner normalerweise nicht spüren. Sollten diese dennoch als unangenehm oder störend empfunden werden, bitten Sie uns die Länge der Fäden zu kürzen.
Lokale Verhütung was heißt das eigentlich genau?
Die empfängnisverhütende Wirkung der Hormonspirale beruht auf der lokalen und gleichmäßigen Freisetzung geringer Mengen des Gelbkörperhormons Levonorgestrol in der Gebärmutterhöhle.
Der Schleimpfropf im Gebärmutterhals verdickt sich, Spermien können nicht mehr in die Gebärmutter gelangen und dennoch aufsteigende werden in ihrer Funktion gehemmt.
Die dazu täglich nötige Dosis ist so gering, dass Ihr natürlicher Zyklus weitgehend unbeeinflusst bleibt.
Im Unterschied zu anderen Verhütungsmethoden mit Hormonen wird der Eisprung nicht unterdrückt.