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Legen einer Spirale
Patientenaufklärung
 

Sehr geehrte Patientin!
Sie haben den Wunsch, sich zur Schwangerschaftsverhütung eine "Spirale" einlegen zu lassen.
In Bezug auf die Sicherheit ist die "Spirale" mit dem Empfängnisschutz durch die Pille annähernd vergleichbar. Eine absolute Sicherheit kann nicht gewährleistet werden. 2-3 von hundert Frauen, die ein Jahr lang die "Spirale" tragen, müssen mit einer Schwangerschaft rechnen.
Die "Spirale", auch Intrauterinpessar genannt, besteht aus gewebefreundlichem Kunststoff und enthält Hormone.

Sehr wichtig ist, dass bei Ihnen keine akute oder chronische Unterleibsentzündung besteht.

Vom Tage der Einlage an sind Sie geschützt. Ein Einfluß auf den Zyklus besteht nicht. Eine Entfernung ist jederzeit möglich. Gleich nach dem Ziehen der Spirale kann eine Schwangerschaft eintreten. '' Eine Narkose ist beim Einlegen zumeist nicht erforderlich. Sei engem Muttermund kann jedoch zur Dehnung eine örtliche Betäubung notwendig werden. Teilen Sie deshalb Ihrem Arzt mit, ob
- bei früheren Eingriffen Herz-Kreisiaufreaktionen auftraten, oder ob
- bei Ihnen eine Allergie besteht.

Gebämutterverletzungen sind bei der Spiraleinlage selten und bleiben bei frühzeitiger Erkennung meist ohne Folgen.
Gelegentlich verursacht die Spirale eine Entzündung. die sich durch AusfIuss, Schmierblutungen oder Unterleibschmerzen bemerkbar macht. In diesem Falle sollten Sie sofort Ihren Arzt aufsuchen, denn unbehandelt kann sich die Entzündung im Bauchraum ausdehnen. Es besteht dann auch die Gefahr einer Verklebung der Eileiter mit dem Risiko späterer Kinderlosigkeit

Die unmittelbar nach dem Einlegen der Spirale mit Menstruationsschmerz vergleichbaren Beschwerden klingen meist nach einem Tag ab. Anfängliche Störungen der Regel, auch verlängerte Monatsblutungen verschwinden, wenn sich die Gebärmutter an die Spirale gewöhnt hat.

Durch das Zusammenziehen der Gebärmuttermuskulatur während der Menstruation ist es möglich, dass eine Lageveränderung der Spirale in der Gebärmutterhöhle eintritt. Dies kann den Verlust des Empfängnisschutzes bedeuten und -wie oben erwähnt -zur Schwangerschaft führen. In einem solchen Fall besteht kein medizinischer Grund zum Abbruch der Schwangerschaft.  Andererseits sollte das Intrauterinpessar wegen der Gefahr einer Fehlgeburt entfernt werden.
Bei korrekter Lage der Spirale in der Gebärmutter kann in seltenen Fällen die Einnistung eines befruchteten Eies in einem krankhaft veränderten Eileiter eintreten. Eine Eileiterschwangerschaft (Bauchhöhlenschwangerschaft) wie auch der seltene Fall eines Eindringens der Spirale in den Bauchraum erfordern einen operativen Eingriff.