Erreger: Polio-Viren der Typen I, II, III
Übertragung: Das Polio-Virus wird mit dem Stuhl ausgeschieden. Es gelangt durch den Mund in den Körper, beispielsweise über die Hände, Gegenstände, Nahrungsmittel, Wasser oder auch in Schwimmmbädern (oral-fäkale Schmutz- und Schmierinfektion)
Inkubationszeit: Nach 1 bis 4 Wochen
Symptome: Die überwiegende Zahl der Infektionen verläuft symptomlos (90 bis 95 Prozent). In fünf Prozent der Fälle treten grippeähnliche Symptome auf. In ein bis zwei Prozent tritt Steifheit von Nacken, Rücken und / oder Beinen auf.
Komplikationen: In einem Prozent der Fälle treten aufgrund von Nervenschädigungen Lähmungserscheinungen der Arme, Beine oder der Atmung auf, die zu lebenslanger Behinderung oder sogar zum Tod führen können.
|
Schutz vor der Erkrankung: Dank umfassender Impfkampagnen wurde die Zahl der Erkrankungen weltweit massiv reduziert. Medikamente, mit denen die Krankheit geheilt werden könnte, gibt es nicht. Einzig der vorbeugende Impfung bietet sicheren Schutz.
- Grundimmunisierung:
Ab zwei Monate zwei Injektionen im Abstand von zwei bis sechs Monaten, bzw. vier Injektionen bei Anwendung eines Kombinationsimpfstoffes.
- Auffrischimpfung:
Zwischen dem vollendetem 9. und 17. Lebensjahr. Danach alle 10 Jahre.
- Erwachsene mit 4 oder mehr als 4 dokumentierten Polio-Impfungen gelten als vollständig immunisiert.
Mögliche Impfreaktionen: Leichtes Fieber, Kopfschmerzen, örtliche Reaktionen.
|