Erreger: Typhusbakterien (Salmonella typhi)
Übertragung: Durch die Aufnahme von mit Typhuserregern kontaminierten Nahrungsmitteln und Getränken (zirka 90 %) oder durch direkte Schmierinfektion (zirka 10 %).
80 % der Fälle in Industrieländern werden durch Reisende eingeschleppt. In Deutschland wurden im Jahr 2000 nur noch etwa 100 Erkrankungen gemeldet. Die Sterberate liegt bei 1 %.
Impfempfehlung: Reisenden sollte in erster Linie die gewissenhafte Einhaltung der üblichen Hygieneregeln empfohlen werden. Eine Typhus-Impfung empfiehlt sich bei Reisen unter einfachen Bedingungen in Länder mit unzureichendem Hygienestandard. |
Impfung: Hierfür steht seit vielen Jahren eine Schluckimpfung zur Verfügung. Die Impfung erfolgt durch Schlucken je einer Kapsel an den Tagen 1, 3 und 5. Die Schutzdauer wird von dem Hersteller für Langzeitaufenthalter mit drei Jahren angegeben.
Gleichzeitige Einnahme anderer Medikamente: Da es sich um einen bakteriellen Lebendimpfstoff handelt, sollte die Einnahme nicht während einer Antibiotikatherapie oder einer Malariaprophylaxe erfolgen.
Seit einigen Jahren steht auch ein parenteraler Totimpfstoff zur Verfügung. Für Erwachsene und Kinder ab zwei Jahren genügt eine einmalige Impfdosis. Die Schutzwirkung beträgt ebenfalls drei Jahre.
Schutzrate: Ca. 60% für beide Impfstoffe
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