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Triple-Test
zur Risikoabschätzung
 

Welche Rolle spielt der Triple-Test bei uns?
Der Tripel-Test spielt in der heutigen gynäkologischen Praxis und in der pränatalen Diagnostik in Deutschland eine untergeordnete Rolle, weil er lediglich ein statistisches Risiko beziffern kann, ein Kind mit einem Chromosomenschaden zu bekommen. Aus diesem Grund ist seine Anwendung sehr begrenzt.

Was ist ein Tripple-Test?
Beim Tripel-Test ("Tripel" bedeutet "dreifach") werden drei Stoffe, nämlich zwei Hormone (Östriöl und hCG) und ein Eiweißstoff (alpha-Fetoprotein - AFP), aus dem Blut einer Schwangeren bestimmt und zum Alter der Mutter in rechnerische Beziehung gesetzt.
Das Ergebnis gibt rein rechnerisch an, ob im konkreten untersuchten Fall ein höheres oder niedrigeres Risiko als das einer durchschnittlichen Schwangeren im Alter von 35 Jahren besteht, ein Kind mit einem Chromosomenschaden zu bekommen.

Wann ist er sinnvoll?
Da die NT-Messung (s.o.) sehr viel genauer ist, besteht die Indikation für einen Triple Test nur noch bei einer Schwangeren, die sich nach der 14. SSW noch für eine pränatale Diagnostik entschieden hat. Denn der Triple Test wird zwischen der 14. und 20. Schwangerschaftswoche durchgeführt.

Durchführung des Testes
Dazu wird eine Blutanalyse der Schwangeren vorgenommen. Die drei Substanzen, die untersucht werden, haben bei allen Schwangeren eine charakteristische Verlaufskurve. Bei einer Trisomie-21-Schwangerschaft verläuft diese Kurve etwas verzögert. Es wird hier also das Phänomen einer Entwicklungsverzögerung, das die Trisomie-21-Kinder insgesamt auszeichnet, deutlich. So hat ein Kind mit einem Down-Syndrom beispielsweise in der 17. Woche die Werte, die andere Kinder in der 15./16. Woche aufweisen. Beim Tripel-Test (auch Triple-Test) wird also nicht nach Stoffen gefahndet, die nur bei einem Kind mit Chromosomenschaden vorkommen.

Kostenübernahme
Die Kosten des Triple-Tests werden nicht von der Krankenkasse übernommen.