Erreger: Varizella-Zoster-Virus
Übertragung: Tröpfcheninfektion, auch über weite Strecken (mit dem Wind). Das Virus ist äußerst ansteckend.
Inkubation: 14 bis 16 Tage nach Ansteckung
Symptome: Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Fieber, juckender Hautausschlag: Die Flecken beginnen als stecknadelkopfgroße, rötliche Bezirke, die innerhalb weniger Stunden größer werden und schließlich linsengroße Bläschen bilden. Diese platzen auf, trocknen aus und verkrusten. Windpocken breiten sich über den ganzen Körper aus, oft unter Einbeziehung der Schleimhäute. Risikogruppen Für folgende Risikogruppen ist die Varizellen-Impfung empfohlen:
- Ungeschützte Patienten mit Leukämie
- Ungeschützte Patienten vor geplanter immunsuppressiver Therapie oder Organtransplantation
- Ungeschützte Patienten unter immunsuppressiver Therapie
- Empfängliche Patienten mit schwerer Neurodermitis
- Ungeschütztes Personal im Gesundheitsdienst, insbesondere der Bereiche Pädiatrie, Onkologie, Gynäkologie/Geburtshilfe,
- Intensivmedizin und im Bereich der Betreuung von Patienten mit geschwächter Immunabwehr sowie bei Neueinstellungen in Gemeinschaftseinrichtungen für das Vorschulalter
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Schutz: Wirksamen Schutz gegen Windpocken bietet die Impfung. Die frühzeitige Impfung im Kleinkindalter ab dem vollendeten ersten Lebensjahr ist der einzige Schutz vor Windpocken und den möglichen Komplikationen.
Seit Juli 2004 ist die Varizellen-Impfung als Standardimpfung für Kinder von der Ständigen Impfkommission empfohlen und in den Impfkalender aufgenommen worden. Die Impfung erfolgt im Alter von 11 bis 14 Monaten. Eine Dosis wird zeitgleich mit der 1. MMR-Impfung oder frühestens 4 Wochen nach dieser verabreicht.
Bislang ungeimpfte Kinder, Jugendliche und Erwachsene sollten die Impfung schnellstmöglich nachholen.
Eine Impfung ist auch noch nach Kontakt mit Windpocken-Viren möglich. Geschieht dies innerhalb von drei Tagen, lassen sich in neun von zehn Fällen die Krankheit und die möglichen Komplikationen verhindern. |